Ich hätte da mal eine Lösung …

So, oder sogar ohne jeglichen weiteren Kommentar, sondern nur mit angehängter Excel bzw. bestenfalls sogar GPX Datei, sehen heutzutage Beiträge in sogenannten Mystery-Lösungsgruppen aus. Diese Dateien enthalten dann meistens neben Finalkoordinaten von Mystery Caches auch direkt Lösungen für Fragen zu EarthCaches oder Virtual Caches.

Viele Geocacher kennen die “Geocache hiding guidelines” – wichtig sind aber auch zusätzlich die Nutzungsbedingungen / das Terms of Use Agreement denen jeder Geocacher mit der Registrierung automatisch zugestimmt hat.

Dort steht unter anderem geschrieben:

2.D. VII. keine Inhalte hochzuladen, zu veröffentlichen, zu übertragen oder auf sonstige Weise an natürliche oder juristische Personen zu verbreiten (einschließlich des Sendens von E-Mails an uns), die andere aufgrund ihrer Rassenzugehörigkeit, Ethnizität, nationaler Herkunft, sexueller Orientierung, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Behinderung oder Krankheit bedrohen oder angreifen; rechtswidrig, schädlich, bedrohlich, ausfallend, belästigend, unerlaubt, verleumderisch, vulgär, profan, obszön, ehrenrührig, die Privatsphäre verletzend, hasserfüllt, beschämend, schädlich für Minderjährige, oder unter anderen angemessenen Gründen für eine Person oder eine Entität zu beanstanden sind.

Jegliche Weitergabe von Lösungen verstößt damit per se erst einmal gegen die Nutzungsbedingungen des Geocaching HQ.

Das natürlich nun nicht jeder Austausch zwischen Geocachern hier direkt als Verstoß geandet wird versteht sich von selbst, aber das Aufsetzen einer Gruppe bei der es nicht um das gemeinschaftliche Erarbeiten von Lösungen – sondern um das simple Teilen von Finalkoordinaten und Lösungen geht ist da schon ein größeres Thema.

Aus diesem Grund verfolgt das Geocaching HQ solche Gruppen aktiv und “belohnt” die Teilnehmer der Gruppen auch regelmäßig mit einer Sperre des entsprechenden Geocaching.com Accounts.

Es ist wichtig die Integrität des Spiels zu bewahren und auch aus der Community dieses Verhalten nicht zu tolerieren. Mit dem Veröffentlichen von Lösungen tut man niemandem wirklich einen Gefallen – sondern man schadet den Ownern und damit auch der gesamten Spielergemeinschaft.

12 Kommentare

  • Ich kann leider keinen Zusammenhang zwischen den Nutzungsbedingungen 2.D.VII und dem Verbot der Weitergabe von Lösungen und Koordinaten erkennen.

    • Seitens des Geocaching HQ wurde dieser Abschnitt so erwähnt. Der wichtige Teil ist „… oder unter anderen angemessenen Gründen für eine Person oder eine Entität zu beanstanden sind.“

  • Team KarlZink

    Zitat: [Jegliche Weitergabe von Lösungen verstößt damit per se erst einmal gegen die Nutzungsbedingungen des Geocaching HQ.]
    Diese Schlussfolgerung halte ich im Bezug auf Terms of Use 2.D. VII für völlig an den Haaren herbei gezogen – dort geht es um etwas völlig anderes.
    Meines Erachtens verstößt die Weitergabe von Lösungen höchstens gegen die Fairness untereinander oder die Etiquette, nicht aber gegen die Nutzungsbedingungen.
    Accountsperrungen wären daher aus solchen Gründen völlig ungerechtfertigt.

    • Seitens des Geocaching HQ wurde dieser Abschnitt so erwähnt. Der wichtige Teil ist „… oder unter anderen angemessenen Gründen für eine Person oder eine Entität zu beanstanden sind.“

  • Muss den Vorkommentatoren Recht geben: für manche wäre so ein Verhalten ehrenrührig oder beschämend, die die es machen, sehen es aber anders.

    Aber wenn wir gerade beim Thema “Verunglimpfung” sind: bestimmte Gruppen verunglimpfende Grafiken mit Vokabular aus brauner Vergangenheit (und heutigen braunen Stammtischen) werden doch veröffentlicht??

    https://coord.info/GC884B8

    Grafik unten links beim Hint.

  • Um von vornherein Mißverständnissen vorzubeugen: Ich bin strikt GEGEN die Weitergabe von Finalkoordinaten, Lösungswegen, EC-Antworten und sonstigen Spoilern. Einen kleinen Stubs in die richtige Richtung (manchmal steht man ja wirklich auf dem Schlauch) empfinde ich jedoch durchaus als legitim.

    Mich würde allerdings interessieren, welcher Teil der oben zitierten Regel das Verbot der Lösungsweitergabe impliziert. Die einzige Passage, die ENTFERNT in Frage käme, wäre der letzte Halbsatz: “[…] keine Inhalte […] zu verbreiten […], die […] unter anderen angemessenen Gründen für eine Person oder eine Entität zu beanstanden sind” (engl.: “[…] distribute […] any content that […] is otherwise reasonably objectionable to any person or entity”). Aus dieser äußerst schwammigen Formulierung ein derartig konkretes Verbot abzuleiten erscheint mir doch als arg weit hergeholt, um nicht zu sagen absurd.

    • OK, während ich diesen Kommentar schrieb, haben andere bereits ebenfalls kommentiert und Antwort erhalten.
      Damit sich der Beitragskommentarkommentierungsbeauftrage der deutschen GC-Reviewer nun nicht bemüßigt fühlen muß, seine Antwort ein drittes Mal auch unter meinen Kommentar zu kopieren, erlaube ich mir die “Forderung” nach einer Stellungnahme seitens des HQ mit einer genauen Erklärung, wie man aus der zitierten Formulierung zur genannten Schlußfolgerung gelangt.

  • Zitat: ‘Mit dem Veröffentlichen von Lösungen tut man niemandem wirklich einen Gefallen – sondern man schadet den Ownern und damit auch der gesamten Spielergemeinschaft.’
    Nun, wenn Groundspeak es weiterhin zuläßt, dass die Mysteries in manchen Gegenden schon fast 50 Prozent aller gelegten Caches zulassen, dann schadet das dem Spiel auch.
    Früher war Geocaching mal ein globales Spiel, welches – eine lokale Cacherszene vorrausgesetzt, überall auf der Welt spontan gespielt werden konnte. Heute kann ich selbst in Städten, in denen ich noch nie war, keinen Cache mehr finden, weil Citybereiche mitlerweile komplett blau eingefärbt wurden. An vielen touristischen Attraktionen, die vor einigen Jahren Ortsfremden mit Tradis und Multis nahegebracht wurden, liegen mittlerweile nur noch Ratehaken, die aufgrund Gesamtmenge an Unknowns eigentlich nur noch von den üblichen lokalen Verdächtigen tatsächlich gelöst werden. Wenn der Trend so weiter geht, dann ist für mich nach 12 Jahren aktiven Cachens bald Schluss.
    Rätselcaches waren in Ordnung, solange sie eine Ergänzung zum Wesenskern des Caches – geh raus und finde eine Dose – waren. Mittlerweile sind sie auf dem Weg zu der alles dominierenden Cacheart. Und das ist Mist.

    • Wobei die wenigsten “?” auch wirklich Rätselcaches sind. Da man sie – im Gegensatz zu Tradis – frei platzieren und damit “Geo-Arts” bilden kann, werden sie gerne mit “Popelrätseln” für Powertrails verwendet. Statt den unsäglichen Lab-Caches (ursprünglich mal eine nette Idee, in der Umsetzung aber geradezu zum Punktefutter für Couchcacher verkommen) oder irgendwelchen ungerechtenVirtual-Aktionen (“Verlosung”) fände ich ein separates Symbol für Powertrail-Caches, “Follow-Ups”, Boni, etc. sinnvoll. “?” sollte echten Rätselcaches vorbehalten bleiben.

      Die Diskussion hier kann ich nicht verstehen. Falls Groundspeak wirklich etwas gegen die Weitergabe von Koordinaten haben sollte, dann wäre es doch sehr einfach, dies auch EXPLIZIT in die Nutzungsbedingungen zu schreiben. So richtig ich es persönlich fände, wenn WIRKLICH etwas dagegen getan würde (obwohl ich weiss, dass es praktisch unmöglich ist), so dämlich finde ich die jetzige Begründung.

      Bei vielen Loggern würden einfache Plausibilitätskontrollen schon ausreichen. Am selben Tag einen Cache in Südamerika, zweihundert in verschiedenen Ländern in Europa und drei in Asien zu loggen, ist ebenso unwahrscheinlich wie einfach zu erkennen. Ich glaube aber nicht, dass GS wirklich etwas dagegen unternehmen WILL. Falls dem so wäre, wäre schon eine rster sinnvoller Schritt, das “Verstecken” der Statistiken und der Logs zu unterbinden.

    • … und warum ist das wohl so?

      … weil beim Suchen, Finden, Loggen und Zurücklegen nur noch wenig darauf achten, dass kein Muggel etwas mitbekommt …

      … weil man Basteleien zerstört, weil es ja schnell gehen muss …

      … weil Dosen nicht mehr richtig geschlossen und Logbücher nass werden …

      … weil nicht mehr vernünftig zurückversteckt wird …

      … weil sonst niemand mehr listings liest …

      … und und und …

      Nach sehr vielen entsprechenden negativen Erfahrungen mache ich das leider mittlerweile auch so – und da ist es mir egal, ob der cache halt weniger oft gefunden wird. Hauptsache, der Suchende hat sich mit ihm beschäftigt und ich habe definitiv weniger Wartungen zu tätigen …

      Ich finde es auch schade, in welche Richtung unser Hobby geht, aber bei den vielen “cachern”, die heute “mal eben einen Schatz finden” – und zwar ohne Rücksicht auf Verluste – macht es wirklich immer weniger Spaß caches zu verstecken und/oder zu suchen …

  • ...noch ein Geoblog

    Mit welcher Begründung ahndet Groundspeak das Verhalten von Groundspeak-Nutzern bei Facebook? Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen einer Plattform können grundsätzlich nur geahndet werden, wenn sie auf eben jener Plattform begangen werden. Selbst wenn ein GS-Nutzer auf Facebook irgendwelchen rassistischen Müll verbreitet, kann Groundspeak ihn nicht einfach rauswerfen, solange er sich dort an die Regeln hält.
    Dazu frage ich mich, welchen Aufwand das HQ betreibt, um GS-Nutzer mit ihren Facebookprofilen zu verknüpfen und auf welcher rechtlichen Basis das geschieht?

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