Cachegrößen – Vorstellung von Cachebehältern

Der nachfolgende Text ist eine Übersetzung aus dem Knowledge Book von Groundspeak / Geocaching.com und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Korrektheit. Im Zweifel gilt das englischsprachige Original

Wir danken Nicole von den Bossis für die Übersetzung.

Untenstehend findest Du ein paar Beispiele von üblichen Behältern, die Geocacher verwenden. Manche sind besser als andere.

Munitionskiste
Überschüssige Munitionskisten des Militärs sind exzellente Cache-Behälter, sofern sie eine Gummiabdichtung haben, die für einen guten Verschluss sorgen. Diese Art von Behälter kann sogar bei Hochwasser „überleben“.

Das Bild zeigt die geläufigste Größe einer Munitionskiste. Sie werden manchmal auch als .30cal beziehungsweise .50cal bezeichnet. Normalerweise werden sie in der dargestellten Farbe verkauft. Sie ist eine gute Grundlage für alle möglichen Tarnungen, die Du hinzufügen möchtest.

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, alle militärischen Aufschriften zum Inhalt der Kiste – wie auf dem Bild dargestellt – zu entfernen. Du willst ja nicht, dass eine beliebige Person, die zufälligerweise Deinen Cache findet, denkt, dass die Kiste richtige Munition enthält. Besser wäre es, wenn Du die Kiste mit großen und freundlichen Buchstaben als „Offizieller Geocache – Inhalt unbedenklich / harmlos“ kennzeichnest, nachdem Du die ursprüngliche Aufschrift entfernt hast.

Obwohl dies in der Theorie nicht viel bedeutet (ein Terrorist kann ohne Probleme auf eine Bombe „Inhalt: Katzen“ schreiben), bedeutet es in der Praxis, dass entweder ein „Muggel“ die Box öffnet und unser Spiel entdeckt oder die Person das Bombenentschärfungskommando ruft.

Dieses Bild zeigt eine ältere Munitionskiste, die einem ebenfalls über den Weg laufen kann. Sie hat keine Gummiabdichtung und somit kann Feuchtigkeit eindringen. Dadurch werden das Logbuch und andere Cache-Inhalte nass. Außerdem entsteht Rost, der den Cache-Inhalt dauerhaft angreift / einfärbt, wenn er nicht in versiegelte Taschen gepackt wird. Solltest Du solch einen nassen Behälter finden, versuche ihn wieder an einem trockenen Platz zu verstecken.

Die Größe der oben genannten Munitionskisten wird normalerweise als „Regular“ bezeichnet. Die .50cal Kisten tauchen manchmal auch als „Large“ auf.

Wasserdichter Behälter aus dem Boots-Zubehör
Vermutlich gibt es eine bessere Bezeichnung für diese Art von Behälter, allerdings werden sie als Aufbewahrungs-Behälter für Kayaks und kleinere Boote angeboten, um die Vorräte trocken zu halten. Es gibt sie in verschiedenen Höhen, doch ihr Durchmesser beträgt meist ca. 25cm / 10 Inches. Sie sind sehr beständig und aufgrund der Deckelabdichtung auch wasserfest. Dies sind wohl die besten „Large“-Behälter die Du finden kannst. Ihr Nachteil ist der Preis (wenn Du sie nicht gebraucht erwerben kannst) und die Tatsache, dass sie durch Ihre weiße Farbe mit rotem oder blauem Deckel sehr schnell zu sehen sind. Da sie aus Plastik hergestellt werden, kann man sie schlecht umfärben.

 

„GladWare“-Dosen und ähnliche Gefrierdosen-Produkte
Der Name „GladWare“ bezieht sich auf eine ganze Produktpalette. Der Geocacher meint damit allerdings die dünnen Plastik-Vorrats-Dosen, die so aussehen:

Es handelt sich dabei um gute Produkte für die Aufbewahrung von Nahrung im Kühl- bzw. Gefrierschrank. Allerdings sind sie nicht für die draußen herrschenden Witterungsverhältnisse gemacht. Sie zerbrechen ziemlich schnell und der Deckel lässt sich schon nach ein paar Tagen nicht mehr richtig schließen.

Erfahrene Geocacher vermeiden diese Art von Dosen als Cache-Behälter.

Eiscreme-Verpackung und andere Verpackungen
Es kann sehr verlockend sein, eine Eiscreme-Verpackung oder andere, scheinbar wasserdichte Verpackungen als Cache-Behälter zu benutzen. Sie kosten nichts und man hat vielleicht das Gefühl, dass man damit bei der Wiederverwertung hilft. Allerdings sind diese Behälter, ebenso wie „GladWare“, nur für eine einmalige Nutzung konstruiert. Sie sind stabil genug, um den Inhalt so lange frisch zu halten, bis man ihn verzehrt. Bei diesen Behältern gibt es die selben Nachteile wie bei den „GladWare“-Produkten. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass es sehr schwer ist, alle Essens-Gerüche vollständig zu beseitigen. Dies wiederum kann wilde Tiere anlocken.

Tupperware und ähnliche Produkte
Für manche ist das Wort Tupperware fast schon ein Synonym für „Geocache“. Ob es nun original Tupperware, oder ähnliche Behälter von Rubbermaid, Curver etc. sind, jeder betrachtet die Plastik-Boxen mit ihren Verschlussdeckeln als gute Wahl. Wir werden diese Dosen von jetzt an „P-Dosen“ nennen – P für Plastik – um zu verhindern, dass wir später einen Firmen-Anwalt am Hals haben, nur weil wir die Geocaching-Nachteile dieser Dosen aufgezeigt haben. Diese sind nämlich:

  • Form. P-Dosen sind meist lang und breit aber nicht tief. Wenn Du ein Logbuch und ein paar Tauschgegenstände in der Box hast und zudem noch einen gewöhnlichen TravelBug hinzulegst, kann es sein, dass der Deckel nur noch sehr schwer zu schließen ist.
  • Kosten. Diese Dosen sind nicht wirklich billig.
  • Begrenzte Wetterbeständigkeit. Nach einiger Zeit schließen die Deckel der Dosen nicht mehr richtig, da sich das Material der Dosen verformt. Wird die Box unter Steinen versteckt, zerbricht die Dose aufgrund der Kombination von Gewicht und wiederkehrenden Temperaturschwankungen.

Man kann nicht behaupten, dass P-Ware-Dosen keine guten Cache-Behälter sind. Dennoch benötigen sie einen höheren Wartungsaufwand als z. B. Munitionskisten.

Eine Verbesserung der ursprünglichen P-Ware-Dosen sind die „Lock ’n’ Lock“ Dosen. Diese Dosen erhält man in tieferen Größen als die P-Ware-Dosen und der Deckel wurde aus dem selben Material hergestellt wie die Dose selbst. Dies reduziert das Risiko des Qualitätsverlustes beim Verschließen. Natürlich sorgen die Klappen schon von vornherein für eine bessere Abdichtung. Generell sind also „Lock ’n’ Lock“ Dosen den P-Ware Dosen vorzuziehen. Groundspeak hat diese Markenartikel im Shop. Die Dosen umfassen fast die komplette Bandbreite von Cache-Größen. Wir schlagen vor, Dosen mit einem Volumen bis zu 0,7 Liter als „Small“, von 0,7 – 3,5 Liter als „Regular“ und über 3,5 Liter als „Large“ zu veröffentlichen.

Film-Dosen
Die klassische „Micro“-Größe ist ein 35 mm Behälter oder eine APS Filmdose. Jedoch sind nicht alle gleich konstruiert.

Die am häufigsten verbreitete Film-Dose ist schwarz mit einem grauen Deckel. Die Konstruktion des grauen Deckels lässt vermuten, dass die Filmdose wasserdicht ist. Das ist sie allerdings nicht! Du wirst diese Art von Dosen oft mit einem durchweichten Logstreifen auffinden.

Die andere Form von Film-Dose ist milchig-weiß und lichtundurchlässig. Ihr eilt ein besserer Ruf voraus, den Logstreifen trocken zu halten.

Tablettenfläschchen
Ein Tablettenfläschchen aus Plastik ist eine gute Wahl für einen „Micro“ Cache (obwohl das Fläschchen sehr lang ist). Das Plastik ist sehr widerstandsfähig und der Deckel schließt gut.

 

 

Magnetischer Nano
Dies ist ein spezieller magnetischer Metall-Behälter – wahrscheinlich auch der Kleinste Cache überhaupt. Üblicherweise ist er komplett wasserdicht. Allerdings kann der Logstreifen manchmal festsitzen. Passiert das, nimmt man einfach eine Pinzette um das Papier heraus zu holen.

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