Listing-Richtlinien für die Veröffentlichung bei Geocaching.com

Der nachfolgende Text ist eine Übersetzung aus dem Knowledge Book von Groundspeak / Geocaching.com und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Korrektheit. Im Zweifel gilt das englischsprachige Original!
Wir danken Nicole von den Bossis für die Übersetzung.

2.1 Listing-Richtlinien, die für alle Geocaches gelten

    1. Technische Anforderungen
        1. Das Listing muss exakte GPS-Koordinaten enthalten.
          Du musst vor Ort die Koordinaten mit Deinem GPS-Gerät ausmessen. Die Nutzung eines GPS ist ein integraler und unerlässlicher Bestandteil sowohl für das Verstecken als auch für das Finden von Geocaches und muss beim Einreichen jedes Caches dargelegt werden. Eine Wegpunkt-Projektion ausgehend von einem durch Koordinaten definierten Ort ist zulässig. Für Caches, die mehrere Wegpunkte beinhalten, schaue Dir die zusätzlichen Richtlinien zu diesen speziellen Cache-Typen an.
        2. Geocache-Listings, bei denen man sich zusätzlich auf einer Webseite registrieren muss, ein Programm installieren oder eine Datei herunterladen muss, werden normalerweise nicht veröffentlicht. Listings, die von einem Geocacher verlangen, eine andere Webseite zu besuchen, sich dort ein Konto anzulegen oder persönliche Daten an diese Webseite weiterzugeben, werden nicht veröffentlicht. Im Interesse der Datensicherheit werden Caches, die das Installieren oder Ausführen von Programmen beinhalten, nicht freigeschaltet. Die Nutzung von Memory-Sticks oder ähnlichen Speichermedien soll vermieden werden und wird von Groundspeak nur in Ausnahmefällen erlaubt.
          Bestimmte Dateitypen (speziell .TXT-Dateien, PDFs und Audiodateien) können im Interesse der besseren Cache-Kreativität erlaubt werden. Dieses Herunterladen muss allen Geocaching-Richtlinien entsprechen und folgenden Text über dem Link enthalten:
          “Achtung: Du bist gerade dabei, eine Datei herunterzuladen, die weitere Informationen enthält, um den Cache zu finden. Als Cache-Besitzer versichere ich, dass diese Datei sicher ist. Sie wurde weder von Groundspeak noch von einem Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft. Du lädst diese Datei auf Dein eigenes Risiko herunter [Link].”

 

    1. Geocache-Wartung
        1. Der Cache-Besitzer ist für die Aktualität der Cache-Seite verantwortlich.
          Als Eigentümer Deines Geocache-Listings bist Du für die Qualität aller Einträge auf Deiner Cache-Seite verantwortlich. Lösche alle Logs, die fingiert, gefälscht, nicht zum Thema gehörend oder in irgendeiner anderen Weise unangemessen sind.
        2. Der Cache-Besitzer ist für alle Besuche des Cache-Verstecks verantwortlich. Du bist zu regelmäßigen Besuchen Deiner eigenen Caches verpflichtet, um die Funktionalität des Caches zu überprüfen – vor allem dann, wenn jemand ein Problem festgestellt hat (z. B. Behälter ist weg, beschädigt, nass etc.). Du kannst den Cache vorübergehend deaktivieren, damit Du ihn reparieren kannst. Diese Funktion gibt Dir eine gewisse Zeit – normalerweise ein paar Wochen –, in welcher Du den Cache überprüfen kannst. Sollte ein Cache nicht gewartet werden oder wurde er für eine übermäßig lange Zeit deaktiviert, können wir das Listing archivieren.
          Das Gebiet, in welchem es einem Geocacher möglich ist, Caches zu warten, variiert von Person zu Person. Ein Cacher, der in der Vergangenheit viele Caches in einem weiten Radius seiner Homezone geloggt hat, kann Caches in ca. 322 km wahrscheinlich problemlos warten. Andererseits kann jemand, der überwiegend nur in einem Radius von 40 km aktiv ist, diese Verantwortung nicht übernehmen. Diese Festlegung obliegt der Entscheidung des Cache-Reviewers.
          Aufgrund des Aufwands, der zur Cache-Wartung benötigt wird, empfehlen wir Dir, dass Du Deine Caches in Deiner Homezone legst und nicht, wenn Du im Urlaub oder auf Geschäftsreise bist. Es ist das beste, wenn Du in einer überschaubaren Entfernung vom Cache-Verstecks lebst, um immer wieder dort vorbei zu schauen.
          Geocaches, die während einer Reise versteckt wurden, werden nicht veröffentlicht, solange Du nicht einen akzeptablen Wartungsplan aufzeigst, der Dich sofort auf mögliche auftretende Probleme reagieren lässt. Solch ein Plan kann auch den Namen eines lokalen Geocacher enthalten, der die Cache-Wartung während Deiner Abwesenheit übernimmt.
          Du kannst aber auch eine lokale Person mit der Cache-Wartung vertraut machen. Dokumentiere Deinen Wartungs-Plan auf Deiner Cacheseite in einer “Reviewer Note“. Diese wird bei der Veröffentlichung automatisch gelöscht.

 

    1. Geocache-Inhalt
        1. Cache-Behälter beinhalten ein Logbuch.
          Alle versteckten Caches müssen ein Logbuch, einen Logstreifen oder eine andere Art von Logbuch beinhalten, die es einem Geocacher ermöglicht, seinen Besuch zu loggen.
        2. Der Inhalt muss familienfreundlich sein.
          Sprengstoffe, Feuerwerkskörper, Munition, Feuerzeuge, Messer (auch Taschenmesser und Multi-Tools), Drogen, Alkohol und jegliches illegales Material sollten nicht in Caches gelegt werden. Geocaching ist eine Familienaktivität und der Cache-Inhalt sollte für alle Altersstufen geeignet sein. Sollte jemand etwas derartiges in Deinen Cache legen, kann der Cache vorübergehend deaktiviert werden. Als Cache-Besitzer musst Du dann das fragwürdige Objekt aus dem Cache entfernen, bevor dieser wieder freigeschaltet wird.
        3. Der Inhalt muss Outdoor-tauglich sein.
          Essen oder duftende Gegenstände sind immer eine schlechte Idee. Tiere haben einen besseren Geruchssinn als Menschen und sind bekannt dafür, Behälter zu zerkauen, in denen solche Gegenstände liegen. Sachen, die in der Hitze schmelzen, wie z. B. Buntstifte oder Lippenstifte, oder die sich in der Kälte ausdehnen, sollten ebenfalls nicht als Cacheinhalt genutzt werden.

 

    1. Werbung und kommerzieller Inhalt
        1. Geocaches dürfen keine Werbung für irgendwelche Zwecke beinhalten.
          Geocaches, die für religiöse, politische, wohltätige oder soziale Kampagnen gelegt werden, sind verboten. Geocaching soll ein schönes, unterhaltsames und familienfreundliches Hobby sein und keine Plattform für irgendwelche Kampagnen.
          1. Caches dürfen nicht erfordern, und sollten nicht deutlich dazu ermuntern, dass neue Caches gelegt werden. Dies wird als Agenda gewertet und der Cache wird nicht freigeschaltet werden.
        2. Kommerzielle Caches sind nicht erlaubt.
          Eine Grundregel der Reviewer ist, dass eine Cacheseite, die kommerziell aussieht, nicht veröffentlicht wird. Ein kommerzieller Cache hat eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften:

          1. Es wird vom Finder verlangt, dass er in ein Geschäft gehen muss, Mitarbeiter kontaktieren soll und/oder ein Produkt oder einen Service kaufen muss.
          2. Der Cache enthält Andeutungen auf Werbung, Marketing oder Promotion.
          3. Der Cache enthält Links zu Geschäftspartnern, kommerziellen Werbefirmen, Wohltätigkeitsfirmen, politischen oder sozialen Kampagnen.
          4. Der Cache beinhaltet das Logo einer Firma oder Organisation, auch von gemeinnützigen Organisationen.
          5. Der Name einer Firma oder eines Produktes stehen auf der Cacheseite.
          6. In sehr seltenen Ausnahmefällen kooperiert Groundspeak mit Organisationen um einen gesponserten Cache freizuschalten – oder eine Serie von gesponserten Caches. Dies geschieht ausschließlich auf Einladung und / oder Wunsch von Groundspeak.
    1. Geocache-Beständigkeit
      Geocaches werden auf Dauer gelegt. Geocacher erwarten, dass Dein Cache für einen längeren Zeitraum vor Ort bleibt. Deshalb werden Caches, die eine “Wanderung” als Ziel haben, oder vorübergehende Caches (Caches, die für weniger als 3 Monate oder für Events gelegt werden) nicht veröffentlicht.

 

  1. Ein Cache-Listing einreichen
    1. Das Auslegen einer großen Anzahl an Caches, die alle zur selben Zeit veröffentlicht werden sollen, benötigt eine gute Vorausplanung. Reiche alle Listings mindestens 10 Tage vor dem erwarteten Freischaltdatum ein. Hinterlasse auf Deiner Cacheseite eine “Reviewer Note“, dass Du alle Caches zeitgleich veröffentlichen willst. Die Reviewer bemühen sich, auf angemessene Wünsche einzugehen. Caches, die in Zusammenhang mit einem Event gelegt werden, müssen auch nach dem Event noch suchbar sein.
    2. Der Geocache selbst muss vor dem Einreichen des Listings vor Ort versteckt sein. Dein Cache sollte in dem Moment der Freischaltung schon vor Ort versteckt und für die Suche bereit sein. Sollte der Cache noch nicht fertig sein, dann kannst Du ihn entweder deaktivieren, so dass er nicht in die Warteschlange des Reviewers wandert, oder Du schreibst eine “Reviewer Note“, in der Du die entsprechenden Umstände erklärst, z. B. wenn Du noch auf die Erlaubnis eines Grundbesitzers wartest.
    3. Kommuniziere mit Deinem Reviewer.
      Befürchtest Du, dass spezielle Begebenheiten die Freischaltung Deines Caches beeinflussen könnte, dann füge eine “Reviewer Note” dem Listing bei. Z. B. ware folgende Erklärung möglich: Die Bahngleise, die durch diesen Park führen, wurden stillgelegt und in einen Fahrradweg umgebaut.

2.2. Zusätzliche Listing-Richtlinien für spezielle Cachetypen

Die vorherigen Abschnitte der Listing-Richtlinien gelten für alle Geocachetypen. Zusätzliche Richtlinien, die für spezielle Cachetypen gelten, werden im Folgenden aufgeführt. Um mehr über die einzelnen Cachetypen zu erfahren, schaue Dir die Cachetyp-Definitionen an. Solltest Du immer noch unsicher sein, wie Du Deinen Geocache einstellen sollst, dann frage Deinen Reviewer oder kontaktiere Groundspeak.

Anmerkung: Ein traditioneller Cache enthält mindestens einen Behälter und ein Logbuch und liegt an den angegebenen Koordinaten. Für alle Cachetypen, die mehrere Stationen haben, müssen die physische Elemente (Markierungen, Behälter oder andere physische Ergänzungen vor Ort) als zusätzliche Wegpunkte (“additional waypoints”) hinzugefügt werden.

1. Multi-Caches

Gib die Koordinaten aller Stationen eines Multicaches als zusätzliche Wegpunkte an. Nutze hierzu die Funktion “Additional Waypoints”. Die gelisteten Koordinaten gelten für die erste Station. Möchtest Du nicht, dass die Allgemeinheit die restlichen Stationen angezeigt bekommt, dann kannst Du die Wegpunkte als “versteckt” (hidden) markieren. Nur der Cache-Besitzer und die Reviewer können diese versteckten Koordinaten sehen.

2. Rätsel-Caches (“Unknown cache” / Puzzle Caches)

Die Informationen, die man zum Lösen eines Rätsel-Caches (manchmal auch Mystery-Cache genannt) benötigt, müssen für die Allgemeinheit erhältlich sein und das Rätsel sollte mit den Informationen auf der Cacheseite lösbar sein.

Bei vielen Caches dieses Typs gilt, dass die gelisteten Koordinaten nicht die des Cache-Verstecks sind, sondern nur frei gewählte Koordinaten, wie z. B. ein in der Nähe gelegener Parkplatz. Die gelisteten Koordinaten sollten nicht weiter als 2-3 Kilometer von dem wirklichen Cache-Versteck entfernt liegen. So wird der Cache auch bei einer Cachesuche dieser Umgebung angezeigt und die gewanderten Kilometer der Trackables, die „durch den Cache wandern“, bleiben erhalten. Gib die Finalkoordinaten und alle vorhandenen zusätzlichen Wegpunkte an, bevor Du den Cache zum Review einreichst. Bevor Du den Cache einreichst, schreibe eine Reviewer-Note mit einer Erklärung, wie das Rätsel gelöst werden kann. Die Note wird automatisch gelöscht, wenn der Cache freigeschaltet wird.

Ein Challenge Cache ist eine Variation des Puzzle-Caches. Dieser Cachetyp erfordert vom Cacher, dass er eine bestimmte Herausforderung bezüglich Geocaching, Waymarking oder Wherigo erfüllt. Ein Beispiel hierfür wäre, einen Cache in jedem Landkreis Deines Bundeslandes gefunden zu haben. Wenn Du darüber nachdenkst, einen solchen Cache zu legen, lies zunächst hier nach.

3. Letterbox Hybrid

Dieser Cache-Typ ist eine Hommage an die ältere Form der Letterbox-Suche (older form of scavenger hunt). Ein Letterbox-Hybrid muss eine maßgebliche GPS-Nutzung für mindestens einen Teil der Cachesuche beinhalten. Letterbox-artige Hinweise können genutzt werden, um den Cacher zum Cache zu führen, wenn sie mit spezifischen Koordinaten kombiniert werden. Der Cachebehälter eines Letterbox-Hybrids muss einen Stempel beinhalten, der im Cache bleibt und von den Findern genutzt werden kann, um deren persönliches Letterbox-Buch zu stempeln. Der Cache kann auch ohne die Benutzung eines Stempels geloggt werden.

4. Wherigo™ Caches

Die entsprechende Cartridge (die Software) muss auf wherigo.com vorliegen. Wird eine Cartridge zum Finden des Geocaches benötigt, dann wird der Cache als Wherigo eingestuft, egal ob er auch Element eines Rätsels oder Multi-Caches beinhaltet. Die Richtlinie zur Cachedichte bezieht sich nur auf die wirklichen Cachebehälter und nicht auf virtuelle Elemente eines Caches. Das Gerät, um einen Wherigo abzuspielen, wird nicht als zusätzliche Ausrüstung bezeichnet.

5. Event-Caches

Event-Caches sind Zusammenkünfte, die von Geocachern für Geocacher organisiert werden. Sie werden im Normalfall 2 Wochen vor der Veranstaltung eingereicht, so dass man genügend Zeit hat, sich anzumelden bzw. Pläne zu machen. Events werden nicht mehr als 3 Monate vorher veröffentlicht.Manche Events werden auch 6 Monate vorher veröffentlicht, wenn z. B. eine Übernachtung eingeplant werden muss oder wenn regionale als auch internationale Teilnehmer erwartet werden. Für Events mit mehreren Elementen, wird für jedes einzelne Element / Event ein Listing erstellt. Nachdem die Veranstaltung vorbei ist, wird das Listing vom Event-Organisator archiviert. Ein Event-Cache sollte nicht dazu dienen, eine Gruppe von Geocachern für eine einzelne Cachesuche zu organisieren. Solche Gruppen sollten über ein (Diskussions-)Forum organisiert werden.
Musikkonzerte, private Flohmärkte, organisierte Sportereignisse, Amateurfunker-Treffen oder öffentliche Feuerwerke mögen zwar für eine ganze Reihe von Geocachern von Interesse sein, solche Veranstaltungen sind aber nicht zur Einreichung als Event-Caches geeignet, da die Organisatoren und die Hauptzielgruppe keine Geocacher sind.

6. Mega-Event-Caches

Mega-Events sind groß angelegte Events, die oftmals jährlich stattfinden. Anfänglich wird das Event als normales Event gelistet. Haben sich dann mehr als 500 Leute zum Event angemeldet, kann es von Groundspeak den Status eines Mega-Events erhalten. Dies liegt im Ermessen von Groundspeak. Möchtest Du ein solches Event veranstalten, dann erkundige Dich vorher hier. Groundspeak entscheidet jeden Fall einzeln. Ein Mega-Event kann bis zu einem Jahr vorher
gelistet werden.

7. CITO-Event-Caches

Cache In Trash Out-Events werden von Geocachern für Geocacher veranstaltet. Andere Organisationen unterstützen ebenfalls solche Aktivitäten. Solch ein Event kann einfach als Element eines größeren Events organisiert werden und muss den CITO-Anforderungen entsprechen. Um festzustellen, ob Dein Event für ein CITO-Event geeignet ist, reiche es ein und diskutiere darüber mit Deinem Reviewer.

8. EarthCaches™

Groundspeak unterhält mit der Geological Society of America eine Partnerschaft, um diesen lehrreichen Cache-Typ zu verwalten, bei welchem die Cacher einzigartige und spezielle erdwissenschaftliche Ort besuchen.
Zusätzliche Richtlinien gibt es bei EarthCache.org. Eine Anleitung für das Erstellen eines EarthCaches gibt es hier.

9. Virtual- und Webcam-Caches wurden unter Bestandsschutz gestellt

Virtual Caches und Webcam-Caches sind als Option für neue Listings auf Geocaching.com nicht mehr verfügbar. Caches diesen Typs, die vor November 2005 existiert haben, werden oftmals als bestandsgeschützt betrachtet, sind Ausnahmen dieser Regel und können immer noch aktiv sein. Ähnliche neue Listings dieses Cache-Typs können als „Waymarks“ auf waymarking.com angelegt werden.

Besitzt Du im Moment einen eigenen Virtual oder Webcam Cache, dann musst Du die
Cacheseite pflegen und auf Anfragen antworten. Du solltest auch den physischen Ort ab und zu besuchen und Dich mindestens einmal im Monat auf Geocaching.com anmelden um zu zeigen, dass Du noch aktiv bist.
Verlassene Caches werden von Groundspeak archiviert. Bestandsgeschützte Caches werden nicht mehr aktiviert.

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