Challenge Caches

Der nachfolgende Text ist eine Übersetzung aus dem Knowledge Book von Groundspeak / Geocaching.com und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Korrektheit. Im Zweifel gilt das englischsprachige Original!

Was ist ein Challenge-Cache?
Ein Challenge-Cache erfordert, dass Geocacher eine oder mehrere Geocaching-bezogene Qualifikation erfüllen, bevor sie den Challenge-Cache loggen können. Waymarking-, Benchmarking-, Challenge- oder Wherigo-bezogene Aufgaben sind ebenso möglich. Die zusätzlichen Qualifikationen oder Geocaching-bezogenen Aufgaben sind eher als Grundlage des Challenge-Caches gedacht anstatt als zusätzliche Logbedingung (Additional Logging Requirement – ALR).

Challenge-Caches können sich in Umfang und Format unterscheiden. Alle Challenge-Caches müssen positive Bedingungen enthalten und erfordern, dass eine Aufgabe erfüllt wird. Owner von Challenge-Caches müssen zeigen, dass zum Zeitpunkt der Freischaltung eine ausreichende Anzahl von Caches vorhanden ist, um die Aufgaben zu erfüllen. Reviewer können den Cacheowner darum bitten zu demonstrieren, dass sie die Bedingungen selbst bereits erfüllen und / oder dass eine erhebliche Anzahl  anderer Cacher dazu in der Lage wäre.

Wie kannst Du feststellen, ob die Aufgaben des Challenge-Caches erfüllt wurden?
Der Cachebesitzer sollte sich unbedingt überlegen, wie er überprüfen kann, ob die Aufgaben erfüllt wurden. Die Challenge-Kriterien auf der Cacheseite müssen diese Überlegungen reflektieren und müssen über die vorhandenen Daten auf der Geocaching.com-Webseite belegbar sein. Challenge-Caches, die sich zur Verifizierung der Bedingungen ausschließlich auf Software von Drittanbietern verlassen, werden nicht freigeschaltet. Der Cachebesitzer muss sicherstellen, dass Geocacher die Erfüllung der Aufgaben nachweisen können ohne ihre Privatsphäre offenlegen zu müssen. Challenge-Cache-Besitzer können außerdem gebeten werden, einen langfristigen Wartungsplan vorzulegen.

Was macht einen akzeptablen Challenge-Cache aus?
Ein Challenge-Cache muss sich an eine angemessene Anzahl von Geocachern wenden und für diese erreichbar sein. Ein Challenge-Cache darf ein Gruppe von Geocachern nicht ausdrücklich ausschließen. Wenn ein Geocacher gezwungen ist, sein Cacheverhalten oder seine Cachegewohnheiten zu verändern, wie z.B. die Vermeidung eines bestimmten Cachetyps um eine bestimmte Prozentzahl oder einen bestimmten Mittelwert zu erreichen, wird der Cache nicht freigeschaltet werden.

Die Challenge-Bedingungen sollten prägnant und leicht zu erklären, zu verstehen und zu dokumentieren sein. Eine langwierige Liste von Regeln wäre ein ausreichender Grund gegen eine Freischaltung des Challenge-Caches.

Weitere Punkte, die bei der Erstellung eines Challenge-Caches beachtet werden sollten:
1. Challenge-Caches müssen im Cachenamen das Wort „Challenge“ enthalten.
2. Ein Challenge-Cache wird als Mystery / Unknown-Cache eingestellt.
3. Ein Challenge-Cache muss unangemessene Beschränkungen vermeiden, im Speziellen:
3.1. Challenge-Caches, die auf einer Liste von spezifischen Caches beruhen, wie z.B. Caches, die von einer bestimmten Person oder Gruppe gelegt wurden, werden üblicherweise nicht freigeschaltet.
3.2. Challenge-Caches dürfen keine Beschränkungen beinhalten, die sich auf das Funddatum beziehen. Caches, die vor der Freischaltung des Challenge-Caches gefunden wurden, zählen ebenfalls für das Erreichen der Bedingungen.
4. Die Bedingungen von Challenge-Caches müssen zu jeder Zeit, zu der der Cache aktiv ist, erfüllbar sein. Ein Cache, der „100 Funde von Multicaches in 2011“ verlangt, wäre nicht freischaltbar, da dies für neue Cacher nicht mehr erreichbar ist.
5. Ein Challenge-Cache, der auf „Negativbedingungn“, wie z.B. DNFs („did not find“ / „nicht gefunden“-Logs) beruht, wird nicht freigeschaltet.
6. Die Geocacher dürfen nicht gezwungen werden mit dem Finden anderer Caches aufzuhören, um die Bedingungen zu erfüllen. Die Bedingung „10% deiner Funde müssen Attended-Logs sein“ würde erfordern, dass der Geocacher mit dem Finden anderer Cachetypen aufhört  und könnte die allgemeine Begeistung für das Spiel beeinträchtigen.
7. Challenge-Caches dürfen nicht verlangen, dass ein neuer Cache oder ein Waymark veröffentlicht wird; Challenge-Cache-Bedingungen müssen auch für diejenigen Cacher erreichbar sein, die keine eigenen Caches oder Waymarks besitzen.
8. Challenge-Caches dürfen nicht erfordern, dass inaktive oder archivierte Caches geloggt werden.
9. Ein Challenge-Cache sollte eher eine persönliche Leistung anerkennen als den Gewinner eines Wettbewerbs. Z.B. wäre ein Challenge-Cache, der auf „First to Finds“ basiert, ein Wettbewerb zwischen Geocachern und somit nicht freischaltbar.
10. Ein Challenge-Cache muss erreichbar sein, ohne dass der Cachebesitzer per E-Mail kontaktiert werden muss. Die Cacheseite muss die richtigen Cachekoordinaten enthalten oder die erforderlichen Hinweise um die Koordinaten zu berechnen (falls es sich um einen Rätselcache handelt).
11. Wenn ein Challenge-Cache in einer Gegend gelegt wird, in der ähnliche Challenge-Caches bereits existieren, muss der Cache eine einzigartige Liste von Bedindungen ausweisen (Geocaches, Waymarks, etc.).

Aus den Geocaching.com-Richtlinien:
„Bitte beachte, dass beim Legen eines Caches keine Präzedenzfälle existieren.“
und
„Gelegentlich erfüllt ein Geocache die Richtlinien, aber der Reviewer als erfahrener Geocacher hat zusätzliche Bedenken, die nicht in diesen Richtlinien aufgeführt sind und die Du eventuell nicht bedacht hast. Der Reviewer kann Dich auf diese zusätzlichen Bedenken aufmerksam machen und Dir Vorschläge machen, wie Dein Cache freigeschaltet werden kann. “

Anmerkung: Challenge-Caches, die vor dem Update der Richtlinen am 12.03.2012 freigeschaltet wurden, stehen unter Bestandsschutz und müssen den aktuellen Richtlinien nicht unbedingt entsprechen.